FAQ

FAQ GGP Chihuahua

Hier finden Sie nützliche Tipps, einige Ratschläge und allgemeine Fragen rund um das Thema Hund und dessen Kauf und Aufzucht.

Bitte beachten Sie, dass ich hier meine eigene Meinung einfließen lasse – diese muss sich nicht immer mit derer anderer Hundebesitzer decken.

VOR dem Kauf eines Hundes sollte man in aller Ruhe in sich gehen.

Die Grundfrage, welche man sich stellen muss ist, ob man überhaupt genug Zeit für einen Hund hat. Dieser möchte, im Gegensatz zu manch einer Katze, auf jeden Fall tägliche Streicheleinheiten und Spaziergänge, viel Aufmerksamkeit und vor allem nicht alleine sein. Kurz mal Einkaufen gehen oder ein Kinobesuch am Abend sind sicherlich kein Problem, 8 – 10 Stunden des Tages alleine in der Wohnung bestreiten möchte allerdings kein Hund und wird dies sicherlich über kurz oder lang mit einem Verhalten strafen, das nicht im Interesse des Besitzers sein kann.

Die Wohnung markieren, Teppiche & Vorhänge zerbeißen (Spielzeug und Knochen werden gekonnt ignoriert), Topfpflanzen ausbuddeln & ausgiebige Bell-Anfälle sind hier noch harmlose Beispiele – schlichtweg sei gesagt, die artgerechte Haltung eines RUDELWESENS sieht anders aus. Ein zweiter Hund ist sicherlich eine Erleichterung, aber zu zweit lässt sich auch eine Menge Unsinn veranstalten, wenn der Besitzer zu oft unterwegs ist.

Daher sollte man absehen, ob der Beruf und die eigenen Interessen mit der Anschaffung eines Hundes zu vereinbaren sind. Welche Möglichkeiten gibt es? Home-Office? Teilzeit? Hundesitter/Hundetagesstätte? Hilfe von Freunden? Darf der kleine Hund evtl. sogar mit zum Arbeitsplatz?

Der Chihuahua ist als treuer Wegbegleiter nicht nur süß, sondern auch durchaus „praktisch“.

Fühlen tut er sich sowieso wie ein großer Hund und möchte auch so behandelt werden. Spazieren gehen, Spielen, Stöckchen sammeln (trifft nicht auf jeden zu und muss trainiert werden, weil der Chihuahua Stöckchen zumeist erst einmal unnütz findet), Wandern, Ausritte und Radeln – alles natürlich mit Maß und Ziel, da es nun einmal doch ein kleines Energiebündel ist, das ausreichend Pausen braucht. So ist der Chihuahua im Falle von Ermüdung oder eben ein Junghund, der noch nicht so viel laufen darf, auch schnell mal in den Radlkorb oder in eine Hundetasche (keine Handtasche) gesetzt.

Dies wiederum ist ebenfalls auf Kurzstreckenflügen (Bitte die individuellen Regelungen der einzelnen Fluglinien beachten!) die einfachste Methode seinen Hund mitzunehmen. Es sollte allerdings nicht überhand nehmen. Trotz großer Ohren ist der Chihuahua kein Flughund!

Ein Chihuahua kann auch in der Hundetasche zu Terminen & Restaurantbesuchen mitgenommen werden. Er wird hier kaum auffallen und im Gegensatz zum großen Hund auch nicht als Stolperfalle unter oder neben dem Tisch liegen.

Das ist wohl immer Geschmackssache.

Während die Hündin i.d.R. zweimal im Jahr läufig wird (Schutzhöschen sind meist unbequem und werden schnell „ausgezogen“), kann der Rüde mit Geschlechtsreife anfangen, sein Reich zu markieren.  Durch konsequente, aber liebevolle Erziehung kann dem schnell entgegen gewirkt werden. Leider gibt es auch Hündinnen, die in der Läufigkeit und bei Besuch viel markieren.

Gerade bei kleinen Hündinnen ist eine Kastration ein größerer Eingriff und sollte keinesfalls zu früh vorgenommen werden. Besser nach der ersten Läufigkeit. Dies sollte mit einem Tierarzt für jeden Hund individuell abgesprochen werden. Dasselbe gilt für einen Rüden.

Für die Hündin kann es ab Tag 10 der Läufigkeit (Beginn der fruchtbare Zeit!) draußen unangenehm werden, wenn sie von Artgenossen bedrängt wird. Man sollte versuchen andere Hunde ein paar Tage zu meiden, zumindest die nicht kastrierten Rüden.

Dominanzprobleme muss es mit nicht kastrierten Vertretern der Art trotz hormoneller Umstellung  nicht geben, wenn man von vornherein sicherstellt, dass man als Rudelchef vom Hund akzeptiert wird. Eine konsequente Erziehung ist in jedem Fall wichtig! Gerade der Chihuahua lernt schnell, aber eben auch schnell das Falsche, wenn man ihm zu viele Freiheiten lässt und Ausnahmen macht.

Ob Rüde oder Weibchen – mit einem Chihuahua wird einem in keinem Falle langweilig und man hat jeden Tag Freude, Spass und Abwechslung mit seinem Hund.

Ja, natürlich!

Mit der richtigen Zusammenführung sollte es – gerade mit einem von vornherein sozialisierten Welpen – überhaupt keine Probleme geben – wenn auch der andere Hund verträglich ist. Durchaus von Vorteil für die Erziehung eines jungen Hundes kann ein älteres Vorbild sein. Und auch Spielen, Spazierengehen und im Körbchen schlafen, ist zu zweit viel schöner! Der Chihuahua als Zweithund wird sich den Regeln im Haushalt durch liebevolle Erziehung schnell anschließen und die ganze Familie bereichern. In manchen Fällen kann die Eingewöhnung und „Rudelbildung“ auch mal ein paar Tage dauern – man darf nur nicht zu schnell die Flinte ins Korn werfen. Auch wir können nicht jeden auf Anhieb „riechen“.

Aufpassen sollte man jedoch immer am Fressnapf! Der Welpe hat – entgegen vieler Annahmen – keinen natürlichen Welpenschutz. Dies ist lediglich eine Bezeichnung für das naturgegebene Verhalten eines Welpen dem älteren Gegenüber Respekt zu zollen und sich zu unterwerfen. Ist diese Verhaltensweise vom Welpen nicht erlernt, so kann es zu schlimmen Situationen kommen, die für einen kleinen Hund nicht selten tödlich enden. Bitte versuchen Sie auch auf Spaziergängen stets den entgegenkommenden Hund zu „lesen“ und schützen Sie ihren Welpen – aber nehmen Sie ihn trotzdem nur im Notfall auf den Arm!

Wenn beide „Parteien“ die Regeln einhalten, sind ein Hund und Kind die allerbesten Freunde!

Mit Regeln ist hier gemeint, dass das Kind dem Hund seine Freiheiten lassen muss, den Chihuahua (gerade den Welpen) in keinem Fall herum trägt oder in den Puppenwagen steckt. Auch hat der Chihuahua nichts ohne Aufsicht im Zimmer eines kleinen Kindes zu suchen. Wir wissen, wie viel Spielzeug sich oftmals nicht seinen Platz im Regal, sondern am Boden befindet. Und warum sollte der Hund das nicht als sein Eigen ansehen ? Dies endet dann oft mit Kindertränen und zerbissenem Spielzeug. Dem Hund darf man hier nicht böse sein – wie soll er den Unterschied zwischen einem Quitschi und einem Kinderspielzeug kennen? Zumal stets die Gefahr des Verschluckens kleiner Plastikteile besteht – nicht selten ein Notfall!

Bestenfalls lernt der Hund, dass er im Kinderzimmer nichts zu suchen hat und das Kind wiederum nichts im Hundekörbchen, in dem der Chihuahua seine Ruhe haben möchte.

Bei älteren Kindern können die Grenzen sicherlich gelockt werden. Da Sie Ihr eigenes Kind am Besten kennen, wird Ihnen sicherlich bewusst sein, was Sie diesem zutrauen können und was nicht.

Generell sei gesgat, dass ein Hund niemals als Spielzeug angesehen werden darf! Er ist ein vollwertiges Familienmitglied.

Neben den einmaligen Anschaffungskosten des Hundes und der Erstausstattung (Näpfe, Hundebett, Leine und Halsband, geeignetes Spielzeug, Krallenschere, Hundetransportbox und Weiterem – vieles gibt es beim korrekten Züchter zum Hund bereits dazu) gibt es natürlich auch die laufenden Kosten.

Das sind sich wiederholende Ausgaben für geeignete Futtermittel, neues Spielzeug (das Alte muss erst einmal zur Beißkontrolle der Milchzähne herhalten), Impfungen & Wurmkuren, gelegentliche tierärztliche Kontrolle & evtl. Medikation über einen gewissen Zeitraum, Versicherung, Hundesteuer und weitere Ausstattung zu einem späteren Zeitpunkt.

Nicht zu vergessen, dass man seinem vierbeinigen Liebling ja auch hier und da mal eine Freude in Form eines Knochen, Spielzeuges oder durch Selbstgekochtes bereiten möchte.

Ein Hund kostet Geld – auch ein ganz Kleiner.

Die Trennung von der Mama und den Geschwistern ist für jeden Welpen ein einschneidendes Erlebnis und die ersten Tage im neuen Zuhause ganz prägnant für die weitere Entwicklung des Hundes.

Als „leichten Einstieg“ erwiesen hat sich, den Welpen die ersten Nächte zumindest abends ein Stündchen mit ins Bett zu nehmen (bitte erst nach dem abendlichen Gassi) und ihn schlaftrunken und zufrieden dann in ein Hundebett neben dem eigenen Bett zu legen – bitte mit einer wasserdichten Unterlage als nächtliche Toilette, außer Sie wollen drei mal des Nachts freiwillig aufstehen.

Haben Sie einen Zweithund, so kann der Welpe nach einigen Tagen zu diesem in das Gemeinschaftskörbchen umziehen oder aber Sie behalten ihren Hund bei sich im Schlafzimmer, bis dieser ein paar Wochen im Haushalt lebt und andere Räume, ohne sich alleine zu fühlen, als Schlafplatz anerkennt. Legen Sie dem Welpen evtl. einen Pulli mit Ihrem Geruch in das Körbchen.

Neben zahlreichen Tipps von Freunden und Ratgebern, möchte ich Ihnen von meinen besten Erfahrungen berichten.

Ein Welpe sollte nach JEDEM Essen, Schlafen und Spielen immer sofort in den Garten oder eine geeignete Grünfläche gesetzt und durch ein deutliches „Geh Gassi!“, „Gassi-Gassi“ – oder was immer Ihnen sinnvoll erscheint – aufgefordert werden sein Geschäft zu verrichten. Bitte die Hundebeutel nicht vergessen! Niemand möchte und muss mit Hundehinterlassenschaften konfrontiert werden. Leider gibt es schon genug Menschen, die Hunde und deren Halter nicht sonderlich mögen und diese sollten nicht durch die falsche Verhaltensweise der Hundebesitzer in ihrer Meinung bestätigt werden.

Der junge Hunde wird schnell kapieren, was draußen von ihm erwartet wird, wenn er auch immer ein großes Lob bekommt!

Bitte haben Sie bei Wind, Regen und Schnee ein wenig Geduld. Der Welpe wird versuchen sich dieser unangehnehmen Wetterlage durch Verharren und Zittern  zu entziehen. In ganz seltenen Fällen verrichtet der Hund sofort sein Geschäft, um wieder ins Warme zu gelangen. Begibt man sich zu schnell wieder ins Innere, so wird sich der Hund dort eine Ecke suchen und sich diese Möglichkeit dann leider auch noch merken, sodass man mit der Arbeit von vorne beginnen darf. Bestenfalls sind Sie also auf schlechtes Wetter mit einem kleinen Mäntelchen und Regenschirm vorbereitet.

In der Wohnung haben Mäntelchen und Co nichts am Hund zu suchen, beim Spaziergang kann man dem Chihuahua ein solches natürlich anziehen, wenn es den Hund nicht stört und der Wetterlage dient, nicht einem Modetrend.

Ein erwachsener Chihuahua friert i.d.R. auch im Winter nicht, solange er in Bewegung bleibt. Extreme Temperaturstürze sind natürlich die Ausnahme. Für einen Herbst- oder Winterwelpen sollte man immer einen Pulli parat haben.

 

Die korrekte Entwurmung eines Hundes ist von dessen Alltag, dem Wohnort, dem Kontakt zu Artgenossen und von einigen anderen Faktoren abhängig.

Möchte man sichergehen, dass sein Hund nach einer Entwurmung – diese wirkt ca. 24 Stunden und entfernt alle Entwicklungsstadien des Wurmbefalles im Darm – auf jeden Fall wurmfrei bleibt, so müsste alle vier Wochen neu entwurmt werden. Dies sollte man seinem Hund, gerade einem Chihuahua, aber möglichst ersparen und sich nach den individuellen Lebensumständen richten. Ist der Hund mit Kleinkindern oder kranken Menschen im Haushalt, so sollte man vierteljährlich Sorge tragen, dass der Hund mit einem geeigneten Mittel entwurmt wird. Gilt auch für Hunde die das Verhalten eines Staubsaugers immitieren und wirklich alles aufnehmen, was ihrer Meinung nach fressbar erscheint. Ihr Tierarzt wird Sie zu diesem Thema entsprechend beraten.

Man kann allerdings auch in einigen Abständen Kotproben (über drei Tage gesammelt) beim Tierarzt abgeben und erst einmal prüfen, ob der Hund von Parasiten befallen ist. Die Methode empfiehlt sich für Hunde, die zu Darmproblemen oder einer Futtermittelunverträglichkeit neigen. Solche Hunde sollten nicht permanent durch eine Entwurmung zusätzlich belastet werden.

Einem gesunden Hund hingegen macht die Entwurmung vierteljährlich in der Regel nichts aus.

Gerade beim Thema Impfen gehen die Meinungen zwischen Hundehaltern, Züchtern, Tierärzten und allgemein Mitredenden weit auseinander.

Ich bin der Meinung: Impfschutz ja! Aber nur, was nötig ist.

Da heutzutage meist mit Lebendimpfstoffen behandelt wird, sind die Tiere zum Teil nach der Grundimmunisierung lenbenslang abgedeckt, was eine Auffrischung jedes Jahr nicht mehr erforderlich macht. Viele Impfungen sollten allerdings zur Sicherheit nach 3 Jahren(!) wiederholt werden. Mein Impfschema ist: Grundimmunisierung mit SHPPiL4 in Woche 8 und 12, dann jährlich Leptospirose, alle 3 Jahre Parvovirose (wenn man viel in den Urlaub fährt) und alle 3 Jahre Tollwut.

Hunde, die regelmäßig zu Ausstellungen gehen, brauchen natürlich einen angemessenen Impfstatus und auch auf Auslandsreisen müssen die Regeln des jeweiligen Landes beachtet werden, da der Hund sonst schnell in einer Quarantänestation landet. Um diesen Stress für das Tier zu umgehen, sollte man sich frühzeitig über Einreisebedingungen informieren oder aber einen lieben Hundesitter für die Zeit des Auslandsaufenthaltes organisieren.  Bestenfalls hat jemand aus der Familie oder im Freundeskreis Zeit, sich einigeTage um das Hündchen zu kümmern.

 

 

Ja, bitte!

Mittlerweile sind Zecken und deren Krankheiten eine echte Gefahr für unsere Hunde! Vorneweg die Borreliose, welche für den Hund schlimmstenfalls tödlich enden kann. Sie zeichnet sich aus durch anfängliche Appetitlosigkeit, Mattigkeit, spätere Lahmheit und oftmals Fieber. Zudem werden die Nieren, Leber und das Herz geschädigt. Dies kann erst Wochen bis Monate nach einem Zeckenbiss auftreten. Weitere Erkrankungen durch Zecken sind Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose, FSME uvm. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt über die Tücken dieser Krankheiten aufklären.

Gerade wenn man viel im Wald und auf Wiesen unterwegs ist, lässt es sich kaum umgehen, dass der Hund mit einer oder mehreren Zecken heim kommt. Diese stellen ebenfalls eine Gefahr für den Menschen – vorallem kleine Kinder – dar, wenn sie sich vom Hund zum Menschen verirren.

Man muss sein Tier trotzdem nicht mit chemischen Stoffen zukleistern. Es gibt verschiedene Varianten den Hund – und sich selbst – zu schützen. Generell sollte der Hund in den Sommermonaten und in den stark von Zecken frequentierten Gebieten täglich nach Zecken abgesucht werden. Erwischt man die kleinen Biester in den ersten Stunden, so ist die Übertragung gefährlicher Krankheiten eingedämmt.

Eine Alternative zum chemischen Schutz stellen Bernstein-Halsbänder dar, die Meinungen gehen jedoch stark auseinander und daher sei dies hier nur als Versuch zu empfehlen. Ebenso wie das Auftragen verschiedener Öle, die von Zecken ihren Geruches wegen gemieden werden sollen.

Die gängigsten Mittel gegen Zecken beim Hund sind Exspot und Frontline. Bitte wenden Sie diese Mittel niemals bei einer Katze an – dies endet tödlich! Die Tropfen werden im Nacken aufgetragen und verteilen sich auf dem Hund und in dessen Organismus. Der Schutz hält in etwa vier Wochen (ohne Baden und Schwimmen) und muss dann wiederholt aufgetragen werden. Das Mittel wirkt für die Zecken giftig, diese sterben nach dem Biss am Hund ab. Allerdings ist dieses Gift in einigen Fällen nicht unproblematisch für den Hund und gerade ein kleiner Chihuahua, bei dem die Dosis ganz genau eingehalten werden muss, kann darauf reagieren.Es kommt manchmal zu allergischen Reaktionen wie Juckreiz und Haarverlust.

Für sich selbst den besten Weg zu finden, bedarf wohl einiger Erfahrung. Dies hier seien nur Beispiele als Anregung.

Meine Hunde bekommen im ersten Lebensjahr keine chemischen Mittel verabreicht. Für meine Langhaar Chihuahua verwende ich die Tablette „Simparica“ und die Kurzhaar werden nach jedem Spaziergang und abends auf Zecken untersucht.

 

Das kommt eigentlich auf die Reinlichkeit Ihres Hundes an.

In der Regel bedarf es keines Bades für den Hund. Zu viel Pflege zeigt sich an Haut und Fell eher negativ. Nicht selten kommt es trotz teurem Tiershampoo zu Schuppenbildung und stumpfem Fell, wenn der Hund überpflegt wird.

Bei der langhaarigen Variante des Chihuahua empfiehlt sich ein geeignetes Spray und regelmäßiges Ausbürsten, damit sich keine Knötchen bilden. Gleichzeitig wirkt dies als Massage und kleine Dreckklümpchen lassen sich bestens entfernen. Allerdings gib es auch Hunde, welche Bürsten überhaupt nicht mögen, daher sollte man seinen Hund schnellstmöglich daran gewöhnen. Der Kurzhaar-Chihuahua ist sowieso meist sauber und muss nicht gekämmt werden. Das Krallenschneiden sollte hingegen bei jedem kleinen Hund sein. Lassen Sie sich die richtige Vorgehensweise von Ihrem Züchter oder Tierarzt zeigen.

Nach einem Spaziergang durch den Regen reicht es, den Hund mit einem Handtuch trocken zu tupfen – bitte nicht rubbeln, der Chihuahua sieht danach aus wie ein explodierter Handfeger und das Fell leidet darunter. Sollte sich der Hund im Matsch vergnügt haben, so kann man ihn mit einem feuchten Tuch vom gröbsten Dreck befreien und erst einmal abtrocknen lassen. die Krümmel fallen im trockenen Zustand von alleine ab. Das muss ja nicht unbedingt auf der Couch statt finden.

Es gibt aber auch Situationen, die ein Bad unumgänglich machen! Beim Spaziergang begegnet man immer wieder diesen bräunlichen Haufen besten Geruches – zumindest für den Chihuahua. Und es macht so herrlich Spass, sich in denselbigen (oft Hinterlassenschaften von Mader, Igel, Pferd, Kuh…) ausgiebig zu wälzen. Leider ist das natürliches Hundeverhalten und nicht wirklich abzuerziehen.  Meiner Erfahrung nach machen das auch gerade die Hunde gerne und oft, welche zu viel gebadet werden und sich selbst nicht „riechen“ können.

Deshalb gilt, wenn ein Bad denn sein muss, möglichst mit lauwarmem Wasser und natürlich PH-neutralem Shampoo zu waschen. Bitte keine Duftshampoos nehmen!

Das ist eigentlich relativ einfach und doch haben leider so viele Besitzer kleiner Hund Angst um ihre Vierbeiner.

Wenn man die Sprache der Hunde versteht, so wird sich zeigen, dass es oftmals die kleinen Racker sind, welche in einer Begegnung Groß/Klein den Stress auslösen. Viele Chihuahua kläffen nicht aus Angst, sondern aus Dominanz dem großen Hund gegenüber und provozieren diesen nicht selten durch kleine Bisse in die Hinterläufe oder extravagantes Auftreten. Das Problem ist nur, dass der Kleine natürlich bei einem Übergriff der größeren Rasse deutlich den Kürzeren zieht!

Das muss nicht sein, wenn man seinen Chihuahua 1. erzieht wie einen großen Hund –  ihn 2. frühstmöglich an große Rassen gewöhnt und ihm 3. immer wieder bei Spaziergängen oder Besuchen die Möglichkeit gibt, mit einem anderen Hund zu spielen. So lernt der kleine Hund, dass er einen anderen Artgenossen weder ankläffen, noch vor ihm davon laufen muss.

Natürlich  muss man als Besitzer eines Chihuahua immer aufpassen, wie die Hunde miteinander spielen. Ein kleiner Hund, welcher permanent auf der Hundewiese von den anderen Vierbeinern über den Haufen gerannt wird, verliert selbstverständlich die Lust an diesem Spiel und könnte im schlimmsten fall sogar durch eine Negativ-Erfahrung dem Großen gegenüber aggressiv werden. Daher Augen auf – aber allen Hunden die Möglichkeit geben, sich kennen zu lernen und das soziale Miteinander zu erleben!

 

Wenn der Welpe ins Haus kommt, sollte man sich an die Vorgaben des jeweiligen Züchters halten und dem Hund weiterhin sein gewohntes Futter geben. Ein seriöser Züchter deckt Sie für die erste Zeit mit genügend Futter ein und berät Sie ausführlich zu seinen Produkten, sodass der junge Hund – neben all der Umstellung und Aufregung im neuen Zuhause – erstmal keine Magen-Darm-Umstellung durchlaufen muss. Bestenfalls bleiben Sie natürlich auch weiterhin bei diesem Futter. Der Züchter weiß schon, was er tut. Welpen aus geprüften Zuchtstätten erhalten auschließlich rassespezifisches Futter bester Qualität, ein Züchter spart hier nicht an der falschen Stelle. Die richtige Ernährung des jungen Hundes ist auschlaggebend für seine weitere Entwicklung und Gesundheit.

Sollten Sie dennoch erwägen, Ihren Hund auf andere Futtermittel oder gar Futter aus eigener Produktion (sprich: kein Dosenfutter) umzustellen, so sollte dies langsam erfolgen. Mischen Sie das neue Futter dem bisher Bewährten in kleinen Portionen unter und steigern diese, aber beobachten Sie die Verdauung Ihres Hundes. Nicht gleich Panik bekommen,wenn der Hund etwas weichen Kot  bekommt, das Futter absetzen sollten Sie jedoch bei anhaltendem Durchfall oder Erbrechen. In diesem Fall muss man natürlich unterscheiden, ob der Hund das Futter nicht verträgt oder sich evtl. etwas anderes eingefangen hat.

Bei einem Welpen gilt: anhaltender Durchfall, mehrfaches Erbrechen und Fieber gehört immer in die Hände eines Tierarztes!

Generell sollten Sie beim Futter darauf achten, dass möglichst getreidefrei und mit hohem Fleischanteil gefüttert wird, nicht nur „Protein“ auf der Packung steht. Der Hund ist nunmal ein Fleischfresser, bitte zwingen Sie ihn nicht sich vegan zu ernähren!

Kleine Leckerein sind natürlich erlaubt, aber bitte keine Dauer-Abfüllung und gerade beim jungen Hund eher mit seinem eigenen Futter belohnen (ein paar Krümel kann man immer auch zum Spaziergang mitnehmen) als zu hastig zu verschiedenen Leckerchen zu greifen.

Gerade in der heutigen Zeit leiden viele Hunde unter ihrem Gewicht. Achten Sie in jedem Fall auf geeignete Portionen und kontrollieren Sie das Gewicht Ihres Hundes. Man darf die Rippen nicht sehen, sollte sie aber fühlen!

Erst einmal Ruhe bewahren und in sich gehen.

Wurde mein Hund frisch geimpft oder entwurmt?

Nicht selten kommt es dann einmal zu Durchfall, dieser sollte allerdings nicht länger als einen Tag andauern, nicht wässrig sein und der Hund sollte sich auch nicht anders verhalten als sonst.

Haben Sie evtl. das Futter zu rasch umgestellt?

Auch dann kann mit Durchfall gerechnet werden, weil sich der Darm erst langsam an das neue Futter gewöhnen muss. Evtl. liegt sogar eine Futtermittelallergie vor. Dies kann man beim TA testen lassen.

Hat der Hund vielleicht draußen die Möglichkeit gehabt etwas Unbekanntes zu fressen? Oder hat der Hund doch vom Kind, Oma, Opa etc. eine Leckerei bekommen, die nicht abgesprochen war?

Manchmal führt auch eine familiäre Veränderung (zweiter Hund, Katze kommt ins Haus, Urlaub bei Bekannten oder ähnliche Änderung des Alltags) zu Verdauungsproblemen. Oder Sie waren auf einer Auslandsreise mit Ihrem Hund und er hatte dort Kontakt zu Artgenossen?

Sind diese Punkte geklärt und entdeckt man auch andere Auffälligkeiten, wie extreme Müdigkeit, erhöhte Temperatur oder verliert der Hund durch den Durchfall viel Flüssigkeit ohne eigenständig und zur Genüge zu trinken, so sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Bitte warten Sie nicht erst noch den nächsten Morgen ab, ein Körper mit geringem Gewicht kann so schnell austrocknen, dass ein Organversagen über Nacht statt finden kann.

 

 

 

Haben Sie einen Welpen aus einer seriösen Zuchtstätte erworben, so ist dieser nach EU-Richtlinien bereits gechipt und weisst damit eine eizigartige Kennung und Zuweisung auf.
Hunde, welche aus meiner Zuchtstätte kommen, sind zudem schon bei TASSO e.V. auf meinen Zwingernamen registriert. Ein neuer Besitzer sollte dies schnellstmöglich – ganz einfach und mit nur zwei Klicks – nach dem Besitzwechsel online ummelden auf seine eigene Adresse. Im Falle des Verlustes des Hundes, kann mit Hilfe des Chips und der Tasso Kennnummer das Tier relativ schnell seinem Besitzer zugeordnet werden. Egal, ob vom Tierarzt, einer Behörde oder vom jeweiligen Tierheim. Die Auslesung des Chips und die Rückmeldung zu Tasso erfolgt unverzüglich.

Ebenfalls kann Tasso Ihnen bei der Suche nach Ihrem Tier helfen, wenn dies länger als 48 Stunden verschwunden ist. Der Verein schickt Ihnen Plakate zu und informiert alle Tierärzte in einem gewissen Radius vom Wohnort entfernt. Die Rückvermittlung des Tieres verläuft in jedem Fall schneller und es können Jahr für Jahr eine Menge Tiere dadurch wieder in ihr Zuhause gelangen.

Der Hund wird sich, einmal dran gewöhnt, mit beiden Varianten abfinden. Vielen ist wohler zumute, einem kleinen Hund erstmal ein Brustgeschirr anzulegen, aus Angst das Tier verletzen zu können mit einem Halsband. Kommt man allerdings nicht auf die Idee, den Hund an selbigem hinter sich her zu ziehen, so kann auch von vorn herein ein Halsband verwendet werden.

Ich ziehe meinen Welpen und erwachsenen Hunden eigentlich stets Halsbänder an, diese müssen natürlich klein genug sein, dass der Hund sich nicht selber verletzt oder damit spielt. Sitzt das Halsband zu weit, so kann der Hund damit hängen bleiben, die eigene Vorderpfote oder den Kiefer einhaken (die Kleinen sind irrsinnig beweglich) oder auch einmal von einem anderen Hund beim Spielen daran herum gezogen werden.

Meist gewöhnen sich die Junghunde recht schnell an ein Halsband – natürlich juckt es ganz furchtbar und oftmals wird immer wieder am Hals gekratzt und auch einmal gefiept, weil der Hund das blöde Ding los werden will. Verbinden Sie das Tragen des Halsbandes mit etwas Positivem – in etwa einer besonderen Belohnung oder eine Runde Spielzeit.

Anfangs sollte das Halsband nicht länger als zehn Minuten am Tag getragen werden – und bitte erstmal nicht ohne Aufsicht! Hat sich der Hund an das Band gewöhnt und scheint es ihn nicht mehr zu stören – meiner Erfahrung nach schon nach ein paar Tagen Training – so kann mit Schritt zwei, der Leine, begonnen werden. Indoor macht das wenig Sinn. Aber draußen geht es recht schnell, auch wenn sich jeder Wauz früher oder später mal kurz in die Leine hängen wird.  Sollte ihr Welpe glücklicherweise sowieso so gut auf Sie geprägt sein, dass er stets neben oder hinter Ihnen laufen will, so befestigen Sie einfach die Leine – lassen diese locker hängen und locken den Hund mit „Komm“, evtl. mit einem Leckerchen. Er wird schenll merken, dass die komische Schlange (bitte erstmal keine Flexi-Leine, die nervend am Hals zerren könnte) ihm nichts böses will und er einfach nur neben Ihnen herlaufen soll.

Solange der Hund nicht leinenführig ist und das ganze Training noch etwas skeptisch betrachtet, sollte er nicht von Kindern geführt werden, denn hat der Hund die Leine erst einmal durch kräftiges Rucken oder Hinterhergezogen-werden als negativ empfunden, so wird es schwer das wieder umzudrehen.

In jedem Fall ist – auch für einen Chihuahua – eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Sie sichern damit sich selbst vor Ansprüchen Dritter, sollte ihr Hund z.B. einen Verkehrsunfall verursachen, weil er ohne Leine über die Strasse läuft oder ähnliche Situationen eintreten, in denen Schaden entsteht.

Auch kann es immer mal – selbst bei gut erzogenen und sozialisierten Hunden – zu einem Übergriff kommen, z.B. dadurch, dass eine fremde Person Ihren Hund streicheln möchte, dieser erschrickt und beisst. Ein Chihuahua wird keine sonderlich schwere Verletzung hinterlassen, aber unterschätzen Sie die Laune/Einstellung anderer Menschen nicht!

Und sind Sie in einem Geschäft und ihr Hund entdeckt eine Fliege an einer teuren Vase, die er jagen möchte …. ja, sowas ist doch schnell mal passiert. Hier sind Sie dann abgesichert.

Ob ihr Hund eine Krankenversicherung (oder OP-Versicherung) benötigt, muss jeder selbst entscheiden. Meist gibt man hier mehr für den Versicherungsbeitrag aus, als die Höhe der Kosten die letztendlich bei einer Behandlung auch übernommen werden.

Im Internet finden Sie viel Versicherungs-Vergleiche. Suchen Sie sich in Ruhe den für Sie besten Tarif heraus.

Und bitte vergessen Sie nicht, Ihren Hund an Ihrem Wohnort anzumelden. Hundesteuer geht uns alle an.

 

Fühlen Sie sich der Erziehung Ihres Hundes nicht alleinig gewachsen (es ist evtl. Ihr erster Hund oder ein besonders „schwieriger“ Fall), so macht der Besuch einer Hundeschule durchaus Sinn.

Bestenfalls lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt oder Freunden beraten, welcher Trainer für Sie in Frage kommt. Nicht jede Hundeschule ist gleich gut wie die andere. Es sollte immer auf den einzelnen Hund persönlich eingegangen werden, ein reines „Und jetzt drücken wir unserem Hund so lange den Po herunter, bis er Sitz verstanden hat“ in der Gruppe wird Ihnen wenig helfen.

Sie können sich auch für Einzel-Unterricht entscheiden, wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Hund ist dann aufmerksamer. Ein Chihuahua kann sich in der Gruppe erstmal etwas verloren fühlen, mit vielen anderen, größeren Junghunden, die evtl. auch noch sehr grobmotorisch veranlagt sind beim Spielen. (Ihr kleiner Hund übrigens auch, aber nicht mit demselben Ausmass)

Es gibt – sicherlich auch in Ihrer Nähe – immer wieder sog. Welpenspielstunden. Bitte beachten Sie  die Größe der anderen Hunde, damit ihr Kleiner keine falschen Erfahrungen macht und nicht über den Haufen gerannt wird. Vlt. wird diese Gruppe dann auch als kleine Schule zusammen finden, die Hunde kennen sich so bereits und sind im Training eher auf den Besitzer und nicht die anderen Vierbeiner konzentriert.

Es gibt – als Alternative zur Hundeschule – auch tolle Bücher mit nützlichen Tips.

Nimmt man seinen Hund auf eine Reise mit, gerade im Sommer, so sind einige Vorbereitungen zu treffen. Generell sollte man natürlich auch auf kürzeren Strecken stets etwas Futter und Wasser mitführen – bei  längeren Routen sollten dann auch Pausen zum Gassi gehen und Erfrischen eingeplant werden. Es wird die Ankunftszeit kaum verringern.

Vor einer Reise ist erst einmal abzuwägen, ob der Hund wirklich mitgenommen werden sollte. Welche Regelungen bestehen im Ausland bezüglich Impfschutz? Welche Krankheiten könnte sich der Hund – gerade in südlichen Regionen – einfangen? Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Tierarzt beraten.

Je nach Ihren Möglichkeiten wird es der Hund Ihnen nicht übel nehmen, wenn er bei lieben Freunden, Verwandten oder einer privaten Hundebetreuung zu Hause bleibt. Von Tierpensionen rate ich dringend ab, der Hund kommt leider (je nach Gemüt) verängstigt nach Hause. In den meisten Pensionen fehlt einfach die Ansprache, ist es zu laut und gerade ein Chihuahua kommt nicht unbedingt auf Anhieb mit einem fremden Rudel zurecht, wenn er es nicht gewöhnt ist. Fragen Sie doch Ihren Züchter nach Erfahrungen oder einer privaten Hundebetreuung in Ihrer Umgebung.

Für beide Seiten sollte eine Reise und der Urlaub entspannt ablaufen! Das kann getrennt oder auch zusammen sein!

 

Das ist leider normales Hundeverhalten … zumindest in gewissem Maße.

Nimmt die Kot-Fresserei jedoch überhand, so sollte man sich Gedanken über die Fütterung seines Tieres machen. Manchmal weist der Hund einen Mangel auf, den er mit diesem Verhalten wett machen will. Manchmal ist es leider aber auch einfach nur Unsitte.

In jedem Fall beobachtet werden sollte ein Hund, der seinen eigenen Kot frisst. Beim Welpen kann es vorkommen, dass er sich dies vom Muttertier abgeschaut hat. Zu Erwähnen ist, dass ein solches Verhalten die Gesundheit erstmal nicht schädigt, trotzdem sollte man versuchen, es dem Hund zu verbieten und evtl. anfangs mit Alternativen arbeiten. Einem Stückchen Banane zum Beispiel. Die ist schnell zum Spaziergang mitgenommen und lässt sich wunderbar teilen.

Bei langanhaltendem Kot-Fressen trotz gesunder, ausreichender Futtergabe, sollte Sie doch evtl. ein Blutbild machen und sich von einem Fütterungsexperten beraten lassen.