Eine Zucht

…….ist nicht durch den Kauf mehrerer Hunde plus Beitritt in einen Verein gegründet – die professionelle Zucht geht, bevor man überhaupt an Welpen denken sollte, mit viel Verantwortung einher und der Voraussetzung eines ordentlich erarbeiteten Grundwissens. Die oberste Zielsetzung sollte zudem immer sein, die erwählte Rasse gesund & munter, dem Standart nach (oder möglichst verbessert) mit viel Passion in der Aufzucht zu züchten.

Oftmals verlieren leider sog. „Hobbyzüchter“ völlig aus den Augen, wieviel Verantwortung auf ihren Schultern lastet. Dies geht dann zum Leid der Rasse und bringt ordnungsmäßige Züchter in Verruf. Gerade die Zucht spezieller Farbgebungen darf nicht ohne  genetische Grundkenntnisse plus (!) fundiertes Wissen der speziellen Genetik erfolgen. Ein Züchter muss den genetischen Aufbau seiner Farben (Delute, Merle) erklären können. Andernfalls Finger weg! Wenn ein selbsternannter Züchter nicht einmal weiß, welche Farben er liegen hat oder wie sie entstehen, dann geht so einiges schief.

Zudem muss der physiologische Ablauf einer Geburt genauestens bekannt sein. Natürlich kommt die Erfahrung auch nach und nach mit der Anzahl an Geburten, aber der Züchter muss von Anfang an selbstsicher und fachgerecht einer Hündin durch eine schwere Geburt helfen können und zum passenden Zeitpunkt über den Fortgang dieser entscheiden und ggf. tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen (Hilfsmittel, Kaiserschnitt). Gerade beim Chihuahua laufen die Geburten oftmals leider nicht reibungslos ab.

Eine Hündin darf laut Vereinsvorgaben bis ins 8. Lebensjahr hinein belegt werden – gerade beim Chihuahua in meinen Augen ein absolutes No Go! Meine Mädchen haben nicht mehr als vier Würfe und dürfen danach (kastriert) ein Hundeleben fernab der Zucht führen. Eine so kleine Hündin bis ins 8. LJ „auszubeuten“ hat nichts mit Zucht zu tun.

Eine Hündin, die einen Kaiserschnitt hatte, sollte aus der Zucht genommen werden. Natürlich hat man eben auch einmal Pech und es kommt z.B. zum Quereintritt ins Becken, aber wer kann schon mit vernarbtem Gewebe guten Gewissens weiter züchten, wenn der Ausgang offen ist?!


Mein Ausbildungsweg

….begann 2010 an der Kölner Hundeakademie mit den nötigen Grundkursen:

  • Sachkundenachweis Hundehaltung nach Paragraf 11 TierSchG

  • Gynäkologie der Hündin

  • Erste Hilfe am Hund

  • Bewegung und Sport

  • Fütterung

  • Planung und Wirtschaftlichkeit von Hundebetrieben

Nach und nach habe ich dann angefangen, meine Zucht mit Standardfarben aufzubauen. Die ersten 4 Jahre war ich mit meinen Hunden auf jeder erdenklichen Show/ Rassehundeausstellung unterwegs und habe das Züchten hinten angestellt, um diese Erfahrung ebenfalls mitzunehmen. Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich lediglich 1-2 Würfe im Jahr.

Es folgte einiges an Lektüre und weitere Kurse:

  • Auffrischung Erste Hilfe am Hund

  • Andrologie und Zuchtplanung

  • Gynäkologie und Bedeckung der Hündin

  • Trächtigkeit und Geburt

  • Farbgenetik beim Hund

  • LABOKLIN Züchterseminar 2021

  • LABOKLIN Workshop Farbgenetik – Grundlagen und Neuigkeiten

Viel Wissen zum Thema Farbgenetik habe ich mir durch Fachbücher und einen lieben, für mich immer ansprechbaren Spezialisten auf diesem Gebiet angeeignet und nach und nach meine Leidenschaft für die Sonderfarben Lilac, Blue und Merle entdeckt. Mit mehr Würfen im Jahr, fielen dann nach und nach die Showtermine aus – man möchte sich keine fremden Keime in die Zuchtstätte holen.


Da ich seit Jahren schon für meine Hunde koche und mich mit dem Thema Ernährung und Futterzusätze generell gerne befasse, befinde ich mich aktuell über mehrere Schulen in der Ausbildung zur Ernährungsberaterin für Hunde/Katzen.

Folgende Kurse habe ich bei Anke Jobi (Clean Feeding Akademie) im Vorfeld belegt:

  • Die Darmflora

  • Erkrankungen des Verdauungstraktes

  • Rationsgestaltung für den gesunden Hund

  • Nährstoffe und Nahrungsergänzungen

  • Richtig füttern bei Lebererkrankungen


Ausbildung zum Ernährungsberater für Tiere (Hunde/Katzen) via ILS Hamburg 2021


Seit dem 12. Mai 2021 befinde ich mich zusätzlich in Ausbildung bei Ute Wadehn (Barf-Gut Akademie)

  • Laborwerte richtig interpretieren

  • Verhaltensauffälligkeiten und Erkrankungen – Zusammenhänge verstehen und richtig deuten

  • Ernärungsberater für Tiere (Hunde/Katzen) bis Ende 2022